Oktober-Updates können Exchange-Server ausbremsen

Ein Sicherheitsupdate soll Systeme schützen.
Bei einigen Exchange-Servern sorgt das Oktober-Update jedoch für Probleme beim Anmelden und beim E-Mail-Versand.

Betroffen sind Unternehmen, die Exchange lokal auf einem Windows Server 2019 oder einer neueren Version betreiben. Microsoft untersucht derzeit die Ursache und stellt eine vorübergehende Abhilfe bereit. Wichtig: Laut Microsoft liegt das Problem nicht an den Exchange-Sicherheitsupdates selbst, weshalb diese nicht einfach deinstalliert werden sollten.

Was passiert?

Nach der Installation bestimmter Windows-Sicherheitsupdates können Nutzer:innen Schwierigkeiten haben, sich bei Outlook im Web (OWA) anzumelden. E-Mails bleiben teilweise im Postausgang von Outlook hängen oder werden nicht zugestellt. Auch der Zugriff auf Postfächer während der Replikation kann beeinträchtigt sein.

Microsoft nennt eine neue Begrenzung des Endpoint Mapper als mögliche Ursache: Standardmäßig lässt dieser höchstens 512 gleichzeitige Endpoint-Lookup-Aufrufe zu. Bei hoher Exchange-Server-Auslastung kann diese Grenze zu niedrig sein. Nicht alle Server sind gleichermaßen betroffen, sondern es kommt unter anderem auf die jeweilige Last und Umgebung an.

Microsofts vorübergehende Abhilfe

Nach der Installation bestimmter Windows-Sicherheitsupdates können Nutzer:innen Schwierigkeiten haben, sich bei Outlook im Web (OWA) anzumelden. E-Mails bleiben teilweise im Postausgang von Outlook hängen oder werden nicht zugestellt. Auch der Zugriff auf Postfächer während der Replikation kann beeinträchtigt sein.

Microsoft nennt eine neue Begrenzung des Endpoint Mapper als mögliche Ursache: Standardmäßig lässt dieser höchstens 512 gleichzeitige Endpoint-Lookup-Aufrufe zu. Bei hoher Exchange-Server-Auslastung kann diese Grenze zu niedrig sein. Nicht alle Server sind gleichermaßen betroffen, sondern es kommt unter anderem auf die jeweilige Last und Umgebung an.

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Was ist jetzt zu tun?

  • Es muss geprüft werden, ob nach den Oktober-Updates die Anmeldung über OWA, der E-Mail-Versand oder die Postfachreplikation gestört sind.
  • Erfassen Sie außerdem die Windows- und Exchange-Versionen sowie die Auslastung der betroffenen Server.
  • Die aktuellen Hinweise von Microsoft prüfen und die vorgeschlagene Registry-Anpassung nur kontrolliert umsetzen.
  • Die Exchange-Sicherheitsupdates sollten nicht vorschnell deinstalliert werden.
  • Nach einem Neustart sind Anmeldung, Mailfluss und Replikation zu überwachen.

Der Fall zeigt: Patch-Management endet nicht mit der Installation. Sicherheitsupdates müssen auch im Zusammenspiel mit den eigenen Anwendungen und Arbeitslasten bewertet werden. Ein klarer Prozess für Tests, Freigaben und die Überwachung nach Updates hilft dabei, Störungen schneller einzugrenzen.

Wie wir unterstützen

Wir beginnen mit einer Analyse Ihrer Systeme, Update-Prozesse und Betriebsabläufe. In einem Workshop betrachten wir, wie Änderungen getestet und freigegeben werden, und skizzieren passende Maßnahmen für Ihre Umgebung. Daraus entsteht ein zu Ihrem Unternehmen passendes Konzept. Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der Umsetzung, Kommunikation und dauerhaften Verankerung der Prozesse.

Sarah Weber

Strategische IT-Beraterin

Für Governance ist Verständnis erforderlich: für die Arbeitsweise, die Prozesse und die Gründe.

Ingo Höckenschnieder

Strategischer IT-Berater und Gründer von HOLAGIL

Menschen – und sie mitzunehmen – sind der wesentliche Faktor jeder Veränderung.